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Shopping Guide: MIDI-Keyboards

In diesem Shopping Guide dreht sich alles um die Herkunft und Technik von MIDI-Keyboards. Mit diesem Wissen im Schlepptau können Sie problemlos das geeignete MIDI-Keyboard finden.

 

Entwicklung


MIDI-Keyboards waren nicht immer so beliebt wie sie es heute sind. Das kommt wahrscheinlich daher, dass es sie erst seit ein paar Jahrzehnten gibt. Davor nutzte man stattdessen gut ausgestattete Synthesizer, die mit vergleichbaren Funktionen dienen konnten. Jene Synthesizer waren zwar erheblich teurer, auch wenn MIDI-Keyboards vor 30 Jahren viel teurer waren als heute, aber man benötigte ohnehin Synthesizer, besser gesagt dessen Engine, und ein MIDI-Keyboard war schließlich schon an Bord des Synthesizers. Wozu also ein MIDI-Keyboard anschaffen, das keinen eigenen Ton macht?! Das MIDI-Keyboard schien keine große Konkurrenz zum Synthesizer zu sein.

Heutzutage hat sich die Situation vollkommen umgedreht. Wie es dazu kam? Die Sternstunde des MIDI-Keyboards nahm folgendermaßen ihren Lauf…

Zunächst bedeutete das Aufkommen des Personal Computers als Musikproduktionsstätte eine Abnahme in der Attraktivität des Synthesizers. Denn obwohl man immer noch Tasten zum Spielen benötigte und ein Synthesizer diese von Haus aus an Bord hatte, erlangte der PC nach und nach an Ansehen, da er selbst Sound produzierte. Der Mehrwert des Synthesizers gegenüber einem MIDI-Keyboard schrumpfte.

Eine weitere digitale Entwicklung war das Phänomen namens USB. Die klassischen DIN MIDI-Anschlüsse, die in Synthesizern verbaut wurden, wichen und stattdessen wurden USB-Anschlüsse integriert. Ein USB-Anschluss ist kompatibel mit allen Computern der Welt und daher stand es so langsam 1 zu 0 für die USB/MIDI-Keyboards.

Die dritte Entwicklung bezieht sich größtenteils auf die Nutzergruppe. Früher waren Musikproduzenten in der Regel auch begnadete Musiker, von denen man erwarten konnte, dass sie große Klaviaturen, also große und viele Tasten, bevorzugten. Mindesten 61, lieber aber 76 oder sogar 88 war kein Einzelfall, sondern gang und gäbe. Mit stets weiter sinkenden Preisen von Musiktechnologie wurde Musikproduktion auch für Musikproduzenten mit weniger ausgeprägtem musikalischen Talent als der traditionelle Produzent erreichbar – 49, 36 oder 25 Tasten reichten da völlig aus.

Die Zunahme von Samples und Sample-Libraries gab den kleinen Keyboards einen regelrechten Boost. Sample-Bibliotheken verfügen über Keyswitches, die zur Änderung der Artikulation dienen. Meist befinden sich diese in den tiefen Oktaven, oft außerhalb der Reichweite von kleinen MIDI-Keyboards. Aber: Producer lösen das Problem, indem sie ein kleines MIDI-Keyboard mit 25 Tasten neben das große Performance-Keyboard legen. Das kleine Keyboard ist auf die tiefste Oktave programmiert und dient damit im Prinzip als Keyswitch-Tastatur.

Nicht weniger auffällig war (und ist) das wachsende Aufkommen von Laptops, mit dem man Musik aufnehmen und produzieren kann. Wer vor Ort Musik spielen möchte, dem reicht ein kleines Keyboard mit 25 Tasten oder, ganz ohne Tasten, mit Pads. Pad-Controller gibt es inzwischen wie Sand am Meer und sie passen problemlos in den Rucksack. Da die Überzahl von USB/MIDI-Keyboards über USB mit Strom versorgt werden, haben auch schwere Netzteile ausgedient. Laptop und Keyboard/Controller eingetütet und los geht’s.

 

Folgen


Inzwischen sind USB/MIDI-Keyboards nicht nur günstig – das heutige große Angebot sorgt für einen enormen Preissturz. Man bekommt sie auch in allen erdenklichen Formen und mit allerlei Funktionen, die Konkurrenz ist groß und die Innovationen und Features vielfältig. Auch das Design ist variierter als es ein Synthesizer jemals war.

Wünsche und Optionen

Dass Sie ein USB/MIDI-Keyboard brauchen, kommt also nicht von ungefähr. Aber, welches soll man bei der Angebotsfülle kaufen? Keine Bange, wir helfen. Im Folgenden lichtet sich der Nebel. Wir haben alles fein-säuberlich aufgeführt, was Sie zum Vergleich wissen müssen.

 

Controller


Controller nennt man die Bedienelemente auf dem Keyboard. Die Anzahl der Controller auf dem Keyboard richtet sich auch nach der Gesamtgröße des Keyboards. Ein Akai LPK 25 besitzt beispielsweise wenige Controller. Es kann aber sein, dass Sie gar keine Controller wünschen, sondern Ihnen Tasten reichen. Auch bei größeren Modellen kommt es vor, dass der Hersteller auf Controller verzichtet, siehe das Korg MicroKey 61.

Controller dienen zur Eingabe von Parametern, zum Beispiel Syntheseparametern. Eine Art von Controllern sind Encoder, die können limited und unlimited sein, und Fader. Limited Encoder sind Drehregler/Messwertgeber mit Anfang und Ende, unlimited Encoder können endlos durchgedreht werden und besitzen einen LED-Ring oder ein numerisches Display zur Angabe der Stellung.

Auch Drumpads sind an Bord von Keyboards. Sie dienen zur Eingabe von Beats und Drumtracks. Die DAW „Ableton Live“ ist übrigens ein Grund für eine Vermehrung von Pads auf Keyboards, denn mit den Pads steuert man die Clips in Ableton Live. DAW-Bedienung vom Keyboard aus steht im Allgemeinen in den letzten Jahren bei MIDI-Keyboards ganz weit oben in der Prioritätenliste.

MIDI-Keyboards Bax Music
Modelle mit vielen Controllern gibt es kleine und große.
Ein paar kleine Controller-reiche sind zum Beispiel Samson Graphite M25, Reloop Keyfadr, Roland A-300PRO.
Controller-reiche große sind zum Beispiel M-Audio Oxygen 61 MK4, Novation Launchkey 61, Nektar Panorama P6, Novation Remote 61 SL MKII, Akai MPK88.

MIDI-Keyboards mit 88 Tasten Bax Music

Brauchen Sie Controller? Das kommt darauf an, wie gut Sie mit Maus und Touchpad umgehen können. Wenn Sie Sounds designen möchten, dann reichen Maus und Tastatur höchstwahrscheinlich aus. Ein Synthesizer mit 80 Parametern und acht Drehgebern plus vier Banken macht den Braten auch nicht fett. Wenn Sie richtig spielen möchten, können Sie mit den Controllern schon viel mehr anfangen. Controller können auch Parametern zugewiesen werden, wie Filtern, Envelopes Effekte. Die können dann live angewendet werden. Die Frage, ob eine Vielzahl Controller nötig ist, sollten Sie nun beantworten können.

 

Portabel


Wer mit dem Laptop im Schlepptau unterwegs ist, möchte idealerweise ein kleines, sehr kleines Keyboard an seiner Seite. Vielleicht sogar dermaßen klein, dass man nicht mehr von Keyboardtasten, sondern Mikro-Tasten spricht. Die Effektivität solcher kleinen Drücker ist fragwürdig, aber dennoch enorm hoch im Kurs. Denn der Keyboardmarkt befindet sich im steten Wandel und geht eben mit der Zeit. Kompakter als ein Korg nanoKey 2 geht es kaum. Auch Keith McMillen ist ein Meister im Erfinden von kleinen, praktischen Produkten, was im K-Board deutlich wird. Das weiße CME Key 25 ist ebenfalls sehr kompakt, bietet aber Fullsize-Tasten und polyphonen Aftertouch.

Ein derart portables Modell ist für feste Arbeitsplätze im Studio weniger geeignet, dafür umso mehr für mobile Produzenten, die ihr Gepäck gering halten und unterwegs komponieren wollen.

 

Tasten


Es gibt einen klaren Unterschied zwischen gewichteten Klaviertasten und Tasten mit Keyboard-Action. Wollen Sie das echte Klavier-Gefühl? Dann kommen nur Tasten mit Hammer-Action in Frage. Dieses Sortiment umfasst nur Keyboards mit Hammer-Action. Eine Stufe weniger realistisch sind halbgewichtete Tasten, die ein wenig leichter sind, aber dadurch auch leichter spielbar und brauchbarer, da man damit anders spielen kann als auf die traditionelle Weise.

Keyboard-Action-Tasten sind noch leichter und ideal für schnelle Leads, Drumparts und Pads. Für ein Klavierstück mögen die Trägheit und das Gewicht von Hammer-Action-Tasten perfekt sein, aber wenn es um Schnelligkeit und Leichtigkeit geht, sind Keyboard-Action-Tasten optimal.

 

Tastenanzahl


Wenn ein hohes Maß an Mobilität nicht zur Debatte steht und das Keyboard nicht getragen werden muss, ist eine Klaviatur mit 88 Tasten die beste Wahl, allerdings muss ein entsprechendes Budget vorhanden sein und auch genügend Platz. Transpositions-Buttons finden Sie hier garantiert nicht. Sie können jedes für Klavier komponierte Stück und alle Fullrange-Instrumente, wie Harfe, Orgel und kombinierte Instrumente, auf einem 88-tastigen Keyboard spielen. Kombinierte Instrumente sind Streicher (Geige, Bratsche, Cello, Bass), Chöre (Sopran, Alt, Tenor, Bass) und große Drumkits.

Das bedeutet aber nicht, dass alle virtuellen Fullrange-Instrumente zusammengestellt sind. Die Streicher und im Prinzip auch Bläser und dergleichen sind immer auch als individuelles Instrument vorhanden. Dann reichen 61 Tasten aus.

Ist Ihr Platzangebot oder Portemonnaie eher von normalsterblichem Format und sind 88 Tasten zu viel des Guten? Sie wissen selbst am besten, welche Stücke Sie spielen und wie viele Oktaven diese in Beschlag nehmen, oder ob die Transpositions-Tasten das Problem lösen können. Wenn Ihnen 61 oder sogar nur 49 Tasten reichen, gibt es ein Riesenangebot zu unschlagbaren Preisen.

Für eine Gesamtübersicht der MIDI-Keyboards klicken Sie auf die Kategorie mit demselben Namen, wählen Sie den Filter „Anzahl Tasten“ und klicken Sie die gewünschte(n) Anzahl(en) an.

 

DIN MIDI oder USB


Ein älteres Masterkeyboard besitzt in der Regel einen DIN MIDI-, ein neueres MIDI-Keyboard USB-Anschluss. Es gibt natürlich auch USB/MIDI-Keyboards, die beides besitzen.Wenn Sie mit aktuellen Computermodellen arbeiten, die alle Sounds selbst ausgeben, dann sollten Sie USB wählen. Falls Sie noch ältere Synthesizermodule herumliegen haben, die Sie benutzen möchten, sollten Sie darauf achten, dass DIN MIDI (mindestens ein Anschluss) an Bord ist. Die Antwort auf die Anschlussfrage richtet sich also nach der Art der weiteren Geräte/Instrumente.

 

Geld spielt keine Rolle


Wenn Geld gar keine Rolle spielt, was ist dann das ultimative Keyboard? Nun ja, zwei. Eines ist ein großes mit gewichteten Tasten, Controller sind zweitrangig. Das zweite ist ein Keybord-Action mit riesig viel Controllern und einer Tastenanzahl um die 61 bis 88.



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